Laudate Dominum
nachgedacht- Impulse Folge 3
Wenn ich in den letzten Wochen das Radio angemacht oder die Zeitung aufgeschlagen habe, ist mir immer wieder erschreckend bewusst geworden, dass wir nicht in einer friedlichen Welt leben und es so vieles gibt, worüber ich einfach nicht fertig werde.
Die Situation in Nahost ist nur ein Beispiel für den Zustand, in dem sich die Welt, ja wir alle uns, befinden.
Wenn wir Nachrichten sehen, bekommen wir immer einen Eindruck davon, wie grausam Menschen sein können und wie schlecht es vielen geht. Hungersnöte. Krieg. Terror. Mord. Verkehrsunfälle. Raub. Umweltkatastrophen.
Hass und Gewalt, wohin ich sehe und nur wenige Funken Hoffnung, die in der eisigen Kühle der Welt untergehen – völlig unbemerkt.
Und dann entdecke ich einen Bibelvers, der mir richtig ins Auge sticht:
„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103,3)
Das kann doch jetzt nicht ernst gemeint sein, oder? Ich soll Gott loben, wo es doch auf der Welt Unrecht, Gewalt und Hass gibt. Wie kann man das verlangen? Mir fällt dabei auch eine andere häufig an mich gestellte Frage ein: Wenn Gott so allmächtig ist, warum lässt er das Leid auf er Welt zu?
Ich finde diese Frage zwar nicht unwichtig, aber unbedeutend im Vergleich zu dem, was Gott für uns getan hat.
Wir Menschen besitzen einen eigenen Willen und nur weil sich einige (Millionen von Menschen zu jeder Zeit der Geschichte) dazu entschließen, einander Schaden zuzufügen und sich zu hassen, dürfen wir nicht die wunder Gottes verachten und vergessen, was er Gutes für uns getan hat. Wir jammern und klagen ohne Ende, wenn es uns schlecht geht, aber wenn es uns gut geht und wir glücklich sind, dann sagen wir vielleicht gerade so danke, aber eine Riesenparty feiern wir dann doch nicht (Gottesdienste ausgenommen!).
Sicherlich ist es etwas viel verlangt, wenn ich jetzt erwarten würde, dass Menschen in Kriegsgebieten jubeln und Lobgesänge von sich geben, aber wir, die in einem Land, was nicht von dieser Gewalt und diesem Hass direkt betroffen ist, leben, sollten anfangen die Augen zu öffnen und das zu bestaunen, was Gott für uns getan hat.
Im Allgemeinen kann ich also sagen, dass wir keinen Hunger leiden und dass wir in Freiheit leben können. Was Gott allerdings für Dich Gutes getan hat, kann ich nicht sagen, aber wenn jeder von uns einmal genau darüber nachdenkt, fällt sicherlich jedem etwas ein, wofür er Gott danken und loben kann!
Und noch einmal zur Erinnerung:
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.
(Psalm 103,3)
Übrigens:
Ich danke Gott für Freunde, die mich nicht vergessen trotz längerer Abwesenheit. Und ich lobe den Herrn, denn er ist für mich da und lässt es mir gut gehen!
Und wofür dankst und lobst Du Gott?
annö