Gemeinsam sind wir stark

Andacht zu 1. Kor 12, 14-23.27, gehalten vom Julias Jugendmitarbeiterteam beim KonfiCastle IV auf Schloss Mansfeld am Samstag, 17.2.07:

Ein Körper besteht nicht aus einem einzigen Teil, sondern aus vielen Teilen.
Wenn der Fuß erklärt: "Ich gehöre nicht zum Leib, weil ich nicht die Hand bin." Hört er damit auf, ein Teil des Körpers zu sein?

Ich bin gar nicht so sportlich, wie die anderen,
ich fühl mich total ausgeschlossen und gehöre nicht dazu.


Oder wenn das Ohr erklärt: "Ich gehöre nicht zum Leib, weil ich nicht das Auge bin."
Hört es damit auf, ein Teil des Körpers zu sein?

Ich bin unmusikalisch, alle können ein Instrument, nur ich nicht. Ich gehöre nicht dazu.

Wie könnte ein Mensch hören, wenn er nur aus Augen bestünde?
Wie könnte er riechen, wenn er nur aus Ohren bestünde?

Stellt euch vor: Würden wir Spaß haben, wenn wir die GANZE Zeit nur Musik hören und singen würden?

Nun aber hat Gott im Körper viele Teile geschaffen und hat jedem Teil seinen Platz zugewiesen, so wie er es gewollt hat.

Aha, das würde ja bedeuten, Gott hat auch MICH begabt, und mir einen Platz gegeben.

Wenn alles nur ein einzelner Teil wäre, wo bliebe dann der Leib?
Aber nun gibt es viele Teile und alle gehören zu dem einen Leib.

Es reicht also nicht, wenn jeder toll singen kann, sondern wir brauchen unterschiedliche Begabungen,
eine Gitarre, einen Dirigenten, jemanden der organisiert usw.

Das Auge kann nicht zur Hand sagen: "Ich brauche dich nicht."
Und der Kopf kann nicht zu den Füßen sagen: "Ich brauche euch nicht."

Neulich habe ich zu unserem Schlagzeuger gesagt: "Dich brauchen wir nicht mehr."
Und jetzt merke ich, dass wir ohne ihn gar nicht im Takt bleiben können.

Gerade die Teile des Körpers, die schwächer scheinen, sind besonders wichtig.
Die Teile, die als unansehnlich gelten kleiden wir mit besonderer Sorgfalt und die unanständigen mit besonderem Anstand.

Ich fühlte mich oft so unbrauchbar, weil ich keine offensichtliche Begabung hab,
ich kann nicht tanzen, malen oder so.
Bis mir jemand sagte, dass ich unwahrscheinlich gut zuhören kann.

Gott hat unseren Körper zu einem Ganzen zusammengefügt, und hat dafür gesorgt, dass die geringeren Teile besonders geehrt werden.
Denn er wollte, dass es keine Uneinigkeit im Körper gibt, sondern jeder Teil sich um den a nderen kümmert.
Wenn irgendein Teil des Körpers leidet, leiden alle anderen mit.
Und wenn irgendein Teil geehrt wird, freuen sich alle anderen mit.

Wow, Gott hat alles ausgeklügelt, er hat wirklich für jeden einen Plan bereitgestellt.
Und obwohl ich nicht super tanzen kann, bin ich für den Leib unverzichtbar. Das heißt, auch ich habe eine Aufgabe und Gott braucht mich in der Umgebung, in die er mich reingesetzt hat.

Ihr seid alle zusammen der Leib von Christus und als Einzelne seid ihr Teile an diesem Leib.



14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.
15 Wenn aber der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte er deshalb nicht Glied des Leibes sein?
16 Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht Glied des Leibes, sollte es deshalb nicht Glied des Leibes sein?
17 Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch?
18 Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat.
19 Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib?
20 Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer.
21 Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder auch das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht.
22 Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns die schwächsten zu sein scheinen, die nötigsten;
23 und die uns am wenigsten ehrbar zu sein scheinen, die umkleiden wir mit besonderer Ehre; und bei den unanständigen achten wir besonders auf Anstand;
24 denn die anständigen brauchen's nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dem geringeren Glied höhere Ehre gegeben,
25 damit im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder in gleicher Weise füreinander sorgen.
26 Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.
27 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied.