Kanutour (21.- 24.5.07)

von Liese
Montag, 8.30 Uhr. Unnatürlich viele Jugendliche mit einer Menge komischem Gepäck finden sich am Bahnhof in Eisleben ein. Sie haben ein Ziel. Groß Quassow. Doch bis dahin liegt noch ein langer Weg vor ihnen. Doch die Zeit im Zug und an den Bahnhöfen vergeht durch zahlreiche Witze recht schnell. In Groß Quassow angekommen ist die Verwunderung groß. Anstatt des erwarteten Dorfes finden wir nur ein Schild vor.
Nach kurzer Verwirrung geht es zu Fuß weiter zu dem Anleger wo wir unsere Boote holen. Alles wird wasserdicht verstaut und dann wird losgepaddelt. Die erste Etappe ist recht kurz. Am Campingplatz angekommen wird ausgepackt und (freiwillig oder nicht) gebadet.
Als erste Schwierigkeit erwies sich das Zelte aufbauen, da Mücken in den Abendstunden besondere Aktivität zeigen. Durch Grillen, Mückenstiche zählen und gemütliches Beisammensein wird der Tag abgerundet.
Am nächsten Morgen erwarten uns schon früh Sonne und Hitze. Aber da wir immer noch recht motiviert sind geht es munter weiter. Es wird gefrühstückt, gesungen und gebetet und dann ab in die Boote. Am zweiten Tag nahm die Lust dann schon ab. Das viele Paddeln strengte die meisten ziemlich an. Die Pausen die wir an Land machten, zum Einkaufen, pinkeln etc., halfen irgendwann auch nicht mehr, da immer noch alles schaukelte. Der Großteil der Gruppe entschied sich also für Chillen auf dem Boot. Bis auf Hauke hatten alle ihren Optimismus verloren, als wir dann noch komische Umwege fuhren. Erst als der Zeltplatz in Sicht kam, atmeten wir auf. Da wir alle ziemlich müde waren, dauerte Zelte aufbauen, Essen zubereiten etc. alles etwas länger.Als wir dann endlich am Lagerfeuer zur Ruhe kommen konnten, wurden wir von komischen kleinen Fliegen angefallen, für die wir (außer Minisaurier) keinen passenden Namen finden konnten.
Einige wünschten sich die Mücken vom Vortag zurück. (Manche Menschen sind auch ne zufrieden :) ) Die ganz harten, die vom Paddeln nicht genug bekommen konnten, fuhren nochmal mit dem Boot raus.
Die anderen krochen dann langsam in ihre Zelte. Nichtsdestotrotz ging es auch am zweiten Morgen wieder frisch los. Mit Gesang und Gebet wurde auch dieser Tag begonnen. Die Minisaurier waren verschwunden und die Boote wurden bepackt. Im Schilf zeigte sich heute die Naturverbundenheit vieler Teilnehmer.
Aber heute konnte uns nichts entmutigen. Nachdem es am Morgen ziemlich kalt gewesen war, wurde der Rest des Tages um so wärmer.
Deswegen legten wir eine Badepause ein. Erfrischt ging es dann also weiter auf die Suche nach einem Zeltplatz der eigentlich keiner war. Trotzdem wurden wir dort nett aufgenommen. Es war der erste Abend ohne Mücken oder Fliegenbiester. Wieder wurde ausgiebig gegessen und danach einfach nur chillig beisammen gesessen. Nachdem jeder nochmal den folgenden Tag durch geplant, hatte ging es dann in die Zelte.
Da wir uns nach drei Nächten in unseren Zelten auf unsere Betten freuten paddelten wir heute alle besonders enthusiastisch. Es ging zurück nach Groß Quassow, wo wir die Boote wieder abgeben sollten.
Dort hatten wir noch Zeit, sodass wir in Ruhe unsere Boote ausräumen und säubern konnten. Danach ging es zurück zum Bahnhof und somit auch zurück in die Heimat.

Ja, und was ist auf diesem Foto wohl passiert, he?